Musical

Kolpings Traum

 

Typ

Musical

Autoren

Christoph Jilo (Buch & Liedtexte)
Dennis Martin (Musik & Liedtexte)

Originalsprache

Deutsch

Kolpings Traum

 

Typ

Musical

Autoren

Christoph Jilo (Buch & Liedtexte)
Dennis Martin (Musik & Liedtexte)

Originalsprache

Deutsch

Übersicht

Das deutschsprachige, 2-aktige Musical aus der Feder von Christoph Jilo (Buch & Liedtexte), und Dennis Martin (Musik & Liedtexte).

Die bekanntesten Songs aus dem Stück heißen u.a. Wer schuftet und malocht, Verraten und verkauft, Komm zurück in unser'n Traum (Intro), und So kann es nicht bleiben.

Hinweis

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Personen

NameBeschreibung
Adolph Kolping (jung)Adolph Kolping wird 1830 in Kerpen als Sohn eines Schäfers geboren. Obwohl der eher kränkliche Junge sich mehr für Bücher als für das harte Handwerk interessiert, zwingen ihn die Verhältnisse dazu, bereits mit 13 Jahren sein Zuhause zu verlassen und als Schustergeselle auf Wanderschaft zu gehen. In der Gesellschaft der schroffen Handwerker fällt er als Feingeist auf und wird schon bald zum Sonderling. Dem ihm verhassten Stand entkommt er schließlich duch sein Theologiestudium - für eine Zeit, in der die Abstammung normalerweise auch die gesellschaftliche Position definierte, ist dies ein mutiger Kraftakt. Der Weg ins Priesteramt ist für ihn einerseits Berufung, andererseits ein selbstbezogener Karriereschritt. Erst als er seine erste Stelle als Kaplan von Wuppertal-Elberfeld antritt und mit dem erbarmungswürdigen Elend der Arbeiterschaft konfrontiert wird, beginnt er sich kritisch mit den unmenschlichen Folgen des aufkommenden Industriezeitalters auseinander zu setzen. Während das 19. Jahrhundert noch die Geburt der Maschine und deren ungeahnten Möglichkeiten feiert, sieht Kolping bereits die Schattenseite der neuen Zeit heraufdämmern: die Vermassung eines rechtlosen Arbeiterheeres. Indem er die Einzigartigkeit eines jeden Menschen und dessen Verletzlichkeit in das Zentrum seiner Betrachtung stellt, legt er den Grundstein für sein beeindruckendes Lebenswerk und formuliert eine Vision, die bis heute Bestand hat.
Karl WagnerKarl Wagner ist als Hufschmiedegesele auf Wanderschaft, ein Frauenschwarm, ein gut aussehender Draufgänger, der im Hier und Jetzt lebt. Den Gesellen Adolph Kolping trifft er auf Wanderschaft, geht mit ihm zusammen nach Köln un befreundet sich mit ihm. Als er sich dazu entschließt, Arbeit in einer Fabrik anzunehmen, gerät Karl schutzlos in die Mühlen der gerade aufkommenden Industriellen Revolution und gehört bald zum Heer einer verelendeten Arbeiterschaft. Er gerät in eine tragische Abwärtsspirale... Als Gegenpol zu dem introvertierten Adolph Kolping verkörpert der impulsive Karl die Arbeiterschaft. Allein gelassen in seinem Schicksal wird er zum Spielball einer Gesellschaft, die im Umbruch begriffen ist.
Susanne BeckSusanne Beck ist die Tochter von Kolpings Schustermeister in Köln und heiratet Karl. Sie ist anfangs eine lebenslustige junge Frau, die hinter dem Rücken ihres Vaters ein Verhältnis mit Karl beginnt. Doch an seiner Seite wird sie vom Ernst des Lebens voll erfasst. Nachdem die Familie den ältesten Sohn verliert, weil sie sich in ihrer Mittellosigkeit keine ärztliche Hilfe leisten kann kämpft Susanne für ihre Liebe zu Karl, aber auch um die Zukunft ihrer gemeinsamen Töchter. Vergeblich versucht sie, dem labilen, von Schuldgefühlen zerfressenen Karl Halt zu geben. An der Figur Susanne zeigen die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse ihre zerstörerische Wirkung. Einerseits sehen wir die Liebe der beiden jungen Menschen zerbrechen, andererseits wird an ihr der Druck spürbar, dem sich die Institution Familie ausgesetzt sieht.
Wilhelm KarcherWilhelm Karcher ist der Fabrikant einer Kölner Stahlfabrik, ein herrsch süchtiger und macht-besessener Choleriker, aber auch ein versierter Stratege, der Charme und Geschick für seine Zwecke einzusetzen vermag. Er berauscht sich an den Möglichkeiten, die ihm sein Besitz und die neuen Kräfte der industriellen Revolution bieten. Leben ist für ihn Ware, Macht sein Lieblingsspielzeug. Vermögen und Fabrik hat er durch die Zweckehe mit seiner schwer kranken Frau Frieda erlangt, die er für ihre Schwäche verachtet und mit Prostituierten der Stadt hintergeht. Karcher ist ein überzeichneter Gegenspieler zu Adolph Kolping, aber auch zu Karl. Er steht für die hemmungslos entfesselten Kräfte von Industrie und Kapital, die ihre Umgebung als Instrument dafür begreifen, den eigenen Gewinn rücksichtslos und uneingeschränkt zu maximieren.
Adolph Kolping (alt)Adolph Kolping zeigt die Hauptfigur an ihrem Lebensabend. Bereits von tödlicher Krankheit gezeichnet, schaut Kolping noch einmal in die Vergangenheit zurück. Die Bühnenhandlung findet so in seiner Erinnerung statt. Während die Figur des jungen Kolping zeigt, wie der junge Mann in seine Aufgabe hereinwächst, zeigt die zweite Figur den Mann, den die Geschichtsbücher zeichnen. In der Institution der Gesellenvereine hat Kolping seinen Gedanken Form und Gültigkeit verliehen - unbeirrt angesichts der Übermacht von Geld und Industrie. Wir sehen den Visionär erschöpft von seinem Wirken, und erleben doch im Verlöschen gerade noch die Stahlkraft eines Mannes, der die Zeichen der Zeit richtig zu deuten vermocht hat.
Frieda KarcherFrieda Karcher wird als Erbin einer großen Radwerkstatt und eines beträchtlichen Familienvermögens die Frau des Fabrikanten Karcher. Auf die Ehe mit dem älteren Wilhelm hat sie sich auf Drängen ihres Vaters eingelassen. Geschwächt von Krankheit muss sie tatenlos ansehen, wie ihr Mann die Fabrik modernisiert und jede Solidarität mit seinen Angestellten fahren lässt. Um sich in ihrem Krankenbett die Zeit zu vertreiben, engagiert sie einen Vorleser: Adolph Kolping. Der einfühlsame junge Mann tut Frieda gut. Als sie ihr Ende nahen sieht, macht sie Kolping ein reiches Geldgeschenk und ermöglicht ihm so dessen Priesteramtsstudium.
BreuerBreuer war Lehrer in Elberfeld und gründete den ersten katholischen Gesellenverein in Elberfeld. Motiviert wurde Breuer von der sehr schlechten Bildung der Handwerker. Der Verein bot Fortbildungsmöglichkeiten und sollte auch zur Erheiterung beitragen. Adolph Kolping lernte von Breuer das Prinzip des Gesellenvereins kennen und erkannte schnell das Potential dieser Idee. für Kolping stand fest, dass ein solcher Verein nur in einer Großstadt eine Chance hat, weshalb er sich nach Köln versetzen ließ. In den Folgejahren organisierten sich bereits mehrere Tausend Mitglieder in den Gesellenvereinen.
Johann Adolf von CarnapCarnap wurde am 14. August 1837 zum neuen Oberbürgermeister von Elberfeld gewählt und trat sein Amt daraufhin am 28. Oktober desselben Jahres an. Im Musical ist er ein schmieriger Opportunist, der den eigenen Vorteil über das Wohl der anderen stellt. Er verschließt sich den Argumenten Kolpings und weigert sich, das Elend der Fabrikarbeiter zu sehen. Stattdessen genießt er die schönen Seiten des industriellen Erfolges und sucht die Gesellschaft des Industriellen Karcher. Dieser schürt mit seiner Profitgier das Elend der Arbeiter, sorgt aber auch für Steuereinnahmen in Elberfeld. Am Ende des Musicals hebt Carnap das auch für Gottesdienste geltende Versammlungsverbot wieder auf, da er in der Kirche mit Kaplan Kolping und dessen Gemeinde direkt konfrontiert wird und eine Auseinandersetzung vermeiden will. Dies führt auch zum Bruch mit Karcher.


Songs

Akt 1
19 Songs
#TitelInterpreten
1Ein Leben unter Dampf Ensemble
2Ein Leben unter Dampf (Underscore) Adolph Kolping (alt)
3Raus aus meiner kleinen Welt Adolph Kolping (jung)
4Raus aus meiner kleinen Welt (Reprise) Adolph Kolping (jung)
5Wer schuftet und malocht Adolph Kolping (jung), Karl Wagner, sowie Ensemble
6Wer schuftet und malocht (Reprise) Ensemble
7Das ist meine Stadt Adolph Kolping (jung), Karl Wagner, sowie Ensemble
8Geld regiert die Welt Wilhelm Karcher, sowie Ensemble
9Ein Leben unter Dampf (Underscore 2) Adolph Kolping (alt)
10Mach die Augen auf Susanne Beck, Karl Wagner
11Raus aus meiner kleinen WeltInstrumental
12Der Irrtum meines Lebens Frieda Karcher, Adolph Kolping (jung), Wilhelm Karcher
13In deinen Händen Frieda Karcher, Adolph Kolping (jung)
14Ein Leben unter Dampf (Reprise) Ensemble
15Genug ist genugInstrumental
16In deinen Händen (Reprise) Adolph Kolping (jung)
17In deinen Händen (Underscore) Frieda Karcher
18Wer schuftet und malocht (Reprise 2) Ensemble
19Das wahre Leben Adolph Kolping (jung), Karl Wagner, sowie Ensemble
Akt 2
23 Songs
#TitelInterpreten
1OuvertüreInstrumental
2Raus aus meiner kleinen Welt (Reprise 2) Adolph Kolping (jung)
3Ein Leben unter Dampf (Underscore 3) Adolph Kolping (alt)
4Verraten und verkauft Ensemble
5Verraten und verkauft (Reprise 1) Ensemble
6Komm zurück in unser'n Traum (Intro) Susanne Beck
7Genug ist genug (Reprise 1) Susanne Beck, Karl Wagner
8So kann es nicht bleiben Susanne Beck, Adolph Kolping (jung)
9Geld regiert die WeltInstrumental
10Der Irrtum meines Lebens (Reprise) Adolph Kolping (jung), Wilhelm Karcher, Johann Adolf von Carnap
11Der Irrtum meines LebensInstrumental
12Vergesst nicht wer ihr seid Adolph Kolping (jung), Breuer, Karl Wagner, sowie Ensemble
13Das wahre LebenInstrumental
14Geld regiert die Welt (Reprise) Wilhelm Karcher
15Genug ist genug (Reprise 2) Karl Wagner, Wilhelm Karcher, sowie Ensemble
16RevolutionInstrumental
17Komm zurück in unser'n Traum Susanne Beck, Karl Wagner
18Revolution Karl Wagner, sowie Ensemble
19Komm zurück in meinen Traum (Underscore)Instrumental
20In deinen Händen (Reprise 2) Adolph Kolping (jung)
21Geld regiert die Welt (Underscore)Instrumental
22KirchenglockenInstrumental
23Lebenszeichen Adolph Kolping (jung), sowie Ensemble