Premierenbericht

Die Stadt der Engel und ihre Schattenseiten

Datum: 04. September 2015 | Autor: Sarah Stössl

Fünfzehn aufstrebende Darsteller brachten am dritten September das vielfach prämierte Musical „City of Angels“ unter der Regie von Andrea Mellis gelungen auf die Bühne und begeisterten die ausverkauften Reihen des OFF Theaters in Wien. Für die musikalische Umrahmung sorgte der bekannte Wiener Jazzpianist Ronald Sedlaczek.

Die verwobene Geschichte von Privatdetektiv Stone beginnt mit seinen eigenen drei Todesschüssen. Erst im Laufe der nächsten spannenden und kurzweiligen Stunden wird sich der Mord vollkommen aufgeklärt haben.

So beginnt der Roman von Schriftsteller Stine, der die tragische Geschichte seines Helden Stone vom Buch auf die Kinoleinwand bringen möchte. Allerdings wird Stine dabei immer wieder von Filmproduzent Buddy Fiedler gebremst und muss seine Geschichte umschreiben. Als Stine zuletzt sein eigenes Werk nicht mehr erkennt, wird er von seinem Helden Stone eingeholt, der ihn dazu auffordert, zu handeln. Dadurch enden die beiden Geschichten zuletzt doch in derselben Szene.

So kompliziert die Geschichte klingen mag, so gut wurde sie von den Darstellern des Vereines „Aspiring Artists“ umgesetzt. Häufige Bühnenänderungen und verschiedenste Lichteinstellungen halfen dabei, die beiden Geschichten von Stine und Stone auseinanderzuhalten und zu verstehen.?

Dazu kamen fünfzehn stimmgewaltige Künstler, die in vielen Solis und einigen gemeinsamen Songs ihr Können unter Beweis stellten. Typische Takte und die musikalische Begleitung des Pianos versetzte die Zuseher sofort in das Hollywood der vierziger Jahre und lies sie über die große Bandbreite an verschiedenen Stimmen staunen.?

Für zusätzlichen Widererkennungswert sorgen die verschiedenen Dialekte der einzelnen Charaktere. Diese wurden konsequent über das ganze Stück gesprochen und waren ein gelungenes Highlight. Vor allem durch die zahlreichen Doppelbesetzungen waren die verschiedenen Mundarten und Slangs sehr wertvoll und halfen dabei die zwei Geschichten voneinander zu trennen.

Insgesamt präsentiert sich City of Angels sehr facettenreich. Von Liebe über Mord bis hin zu Neid, die Handlung bietet für jeden Geschmack etwas und spricht viele verschiedene Musical-LiebhaberInnen gleichermaßen an. Es kann also für all jene empfohlen werden, die gerne einen Abend voller Spannung, Humor und Musik der Vierziger genießen wollen.

Die Aspiring Artists stehen noch bis 13. September auf der Bühne und derzeit sind noch einige Restkarten zu haben. Ein Besuch im OFF Theater zahlt sich aus Sicht der Redaktion auf jeden Fall aus.

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