Premierenbericht

Drei Freunde, zwei Frauen und ein Mops...

Datum: 25. November 2015 | Autor: Philippe Beck

Die Drei von der Tankstelle feierten vergangenen Samstag ihre Wienpremiere. Die Produktion der Wachauer Festspiele wurde von der Schaubühne Wien übernommen und ist nun noch bis 31. Dezember im Theater Center Forum zu sehen, bevor sie auf Tour durch NÖ, OÖ, die STMK und das BGLD geht.

Schon im Sommer 2015 präsentierten die Wachauer Festspiele die erfolgreiche Produktion DIE DREI VON DER TANKSTELLE. Die Komödie, in einer neuen Fassung von VBW-Intendant Christian Struppeck und Salzburgs Operndirektor Andreas Gergen, amüsierte das Premierenpublikum sichtlich. Doch auch wenn die Inszenierung bereits zur Aufführung gebracht wurde, erklärt Intendant Marcus Strahl die Herausforderungen die es zu lösen gibt, wenn eine fertige Produktion auf Tour gehen soll. Angefangen vom adaptiven Bühnenbild bis zu den neuen Castmitgliedern bedeutet eine Neuauflage deutlich mehr Aufwand als sie zu scheinen vermag.

Die Story

Der Inhalt ist schnell erklärt. Willy Hellwigs Lieblingsbeschäftigung besteht darin das Erbe mit seinen zwei Freunden Hans und Kurt zu verprassen. Doch als die Drei von einem Urlaub retour kommen klebt im ganzen Anwesen der Kuckuck. Schnell wird klar, dass Willy pleite ist, doch echte Freunde finden schnell eine Lösung und so gründen sie eine Tankstelle.

An der Tankstelle bedient ein Genosse nach dem Anderen das bezaubernde Fräulein Lilian Cossmann, Tochter eines betuchten Autohausbesitzers. Als sich Lilian nicht für einen der Drei entscheiden kann, empfiehlt ihr Edith von Turoff, die Geliebte von Lilians Vater, alle Drei in ihre Bar einzuladen. Gesagt getan. Doch als sich die drei Freunde am vereinbarten Ort treffen, eskaliert das "Date" und Willy, Hans und Kurt ziehen sich entrüstet zurück.

Doch gibt sich Lilian nicht sofort geschlagen und schon wird ein neuer Plan ausgeheckt...

Zur Inszenierung

Marcus Strahl präsentiert DIE DREI VON DER TANKSTELLE erwartet traditionell, kurzweilig und sehr unterhaltsam. Mit vielen Soundeffekten wird versucht Pointen noch deutlicher hervorzuheben, was jedoch nicht immer perfekt glückt. Willy Hellwig wird charmant von Raimund Stangl präsentiert. Als einer von jenen, die sich neu in die bestehende Produktion eingliedern mussten, wirkt er sehr erprobt und steht seinen Kollegen Martin Gesslbauer (Kurt Anatol von Waldbach-Windberghausen) und Michael Duregger (Hans Mühlheim) um nichts nach. Martin Gesslbauer wirkt, als wäre er der Urspungszeit des Klassikers entschlüpft und spielt sich mit Michael Duregger anhand guter, komödiantischer Fähigkeiten in die Herzen der Zuseher. Besonders hervorzuheben ist in jedem Fall Stephan Paryla-Raky, der als Direktor Cossmann, aber auch Gerichtsvollzieher, seine schauspielerischen Fähigkeiten unter Beweis stellt. Lilian Cossmann wird von der reizenden Verena Te Best gespielt, die zu Beginn etwas zaghaft wirkt, doch schlussendlich auch gesanglich überzeugen kann. Dir. Cossmans Geliebte, Edith von Turoff, wird von Leila Strahl dargeboten, welche auch für die Choreographien verantwortlich ist. Leider scheint der sonst sehr souverän wirkenden Leila beim Singen das Selbstbewusstsein zu fehlen, was sich im schlagartig verschwindenden Gesichtsausdruck bemerkbar macht. Die Darsteller von Frl. Mondschein und Dr. Kalmus, Anke Zisak und Felix Kurmayer, gehen neben den anderen Protagonisten etwas unter. Fairerweise muss gesagt werden, dass beide Darsteller neu in der Produktion sind und damit den KollegInnen erfahrungsmäßig natürlich unterlegen sind.

Unser Fazit

Abschließend kann man sagen, dass die Produktion jene anspricht, die die klassischen, musikalischen Schauspielstücke lieben. Die Umsetzung, allem voran das Bühnenbild von Sam Madwar, ist auf sehr hohem Niveau und das Publikum hat sich weitgehend köstlich amüsiert. Die Produktion wird außerdem 2016 auch in NÖ, OÖ, der STMK und im BGLD zur Aufführung gebracht. Termine finden Sie im unten stehenden Link.

CD-Veröffentlichung

Außerdem wurde bei der Premiere im Wiener Theater Center Forum die CD zur Produktion präsentiert, die ab sofort über die Schaubühne Wien und bei allen Vorstellungen zu erhalten ist. Eventuell ein schönes Weihnachtsgeschenk für Mama, Papa, Oma, Opa...

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DIE DREI VON DER TANKSTELLE, Szenenmotiv
DIE DREI VON DER TANKSTELLE, Szenenmotiv
DIE DREI VON DER TANKSTELLE, Szenenmotiv
DIE DREI VON DER TANKSTELLE, Szenenmotiv
DIE DREI VON DER TANKSTELLE, Premierenfoto
DIE DREI VON DER TANKSTELLE, Premierenfoto
DIE DREI VON DER TANKSTELLE, Premierenfoto
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