Premierenbericht

Der geheime Garten eröffnet den Musical-Frühling in Gmunden: Fantastisch – in jeder Hinsicht!

Datum: 12. März 2016 | Autor: Anna-Magdalena Wollrab

Passend zum baldigen Frühlingsbeginn konnte man gestern im Stadttheater Gmunden die Premiere von Der geheime Garten bewundern. Wobei „bewundern“ keinesfalls eine Übertreibung sein soll. Die Produktion begeistert auf ganzer Linie.

Das Waisenkind Mary wird nach dem Tod seiner Eltern in die Obhut des Onkels Archibald gegeben, der zusammen mit seinem Bruder Neville und seinem scheinbar schwerkranken Sohn Colin in einem düsteren und unheimlichen Haus lebt. Ihr Leben ist bestimmt von dem allzeit präsenten Geist der verstorbenen Mutter des Jungen. Archibald kam nie über ihren Tod hinweg und wird durch Mary, die ihrer Tante sehr ähnlich ist, nun allzu schmerzhaft wieder an seine Frau erinnert. Das aufmüpfige Mädchen bringt mit seiner unbekümmerten Art wieder neuen Schwung ins Haus, doch spätestens als Mary den verwilderten, aber märchenhaften Garten ihrer Tante wieder neu bepflanzen möchte, gerät das geordnete Landleben auf dem tristen Anwesen aus den Fugen…

Ebenso zauberhaft wie die Geschichte (Buch und Text: Masha Norman), ist auch die Musik. Das kleine, aber sehr feine Orchester unter der Leitung von Caspar Richter überzeugt von Anfang an durch die verträumten, ergreifenden Lieder aus der Feder von Lucy Simon. Perfekt ergänzt werden die 20 MusikerInnen im Orchestergraben durch ihre KollegInnen auf der Bühne. Neben den namhaften Musicalgrößen Andrea Matthias Pagani, Kerstin Ibald, André Bauer, Marika Lichter und Reinwald Kranner begeisterten vor allem die jungen Darsteller Katharina Shamiyeh und Finley Henschel. Elisabeth Sikora, Christof Messner, Wolfgang Pampel, Carmen Wiederstein, Katharina Dorian, Gerald Reiter und Alexander Roither komplettieren das wunderbare Ensemble. Allesamt liefern exzellente Leistungen ab und werden durch viel Szenenapplaus und Standing Ovations belohnt.

Das schlichte aber stimmige Bühnenbild von Markus Olzinger, der auch für die Regie verantwortlich war, ist Großteils in Schwarz und Weiß gehalten, einzig der geheime Garten erhält einen grünen Hintergrund. Die Bühne erhält außerdem einen runden Rahmen, der einen wie durch ein magisches Fenster auf das Geschehen blicken lässt. Des Weiteren unterstreichen fantasievolle Projektionen den märchenhaften Charakter des Stückes.

Über kleine technische Fehler, die wohl auch dem Premierenfieber geschuldet waren, sah man bei dieser sensationellen Produktion sehr gerne hinweg. Der geheime Garten ist nur mehr bis 20.03. 2016 zu sehen, ein Besuch lohnt sich in jedem Fall!

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DER GEHEIME GARTEN in Gmunden, Szenenmotiv
DER GEHEIME GARTEN in Gmunden, Szenenmotiv
DER GEHEIME GARTEN in Gmunden, Szenenmotiv
DER GEHEIME GARTEN in Gmunden, Szenenmotiv
DER GEHEIME GARTEN in Gmunden, Szenenmotiv
DER GEHEIME GARTEN in Gmunden, Szenenmotiv
DER GEHEIME GARTEN in Gmunden, Szenenmotiv
DER GEHEIME GARTEN in Gmunden, Szenenmotiv
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