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Was passiert, wenn Wünsche wirklich wahr werden?

Datum: 28. April 2016 | Autor:

Jeder kennt die Geschichten rund um Rotkäppchen, Rapunzel, Aschenputtel, sowie Jack und die Bohnenranke. Doch was kommt dabei heraus, wenn man all diese Märchen in einem Musical vereint? Und was geschieht eigentlich nach dem „Happy End“? Sind danach wirklich alle glücklich? Fragen über Fragen, auf die man in INTO THE WOODS Antworten finden kann.



Die Rahmenhandlung dazu bilden ein Bäcker und seine Frau, die aufgrund des Fluches einer Hexe keine Kinder bekommen können. Um diesen Bann zu brechen, müssen sie der Hexe vier Dinge bringen: eine Kuh so weiß wie Milch, einen Schuh aus reinem Gold, einen Umhang so rot wie Blut und Haare so gelb wie Mais. Auf der verzweifelten Suche nach diesen Sachen treffen sie nun die verschiedensten Märchencharaktere, von denen sie sich die vier Gegenstände (mehr oder weniger einvernehmlich) beschaffen. Am Ende des ersten Aktes gelingt es dem Bäcker und seiner Frau schließlich, den Fluch aufzuheben, Rotkäppchen und seine Großmutter wurden vor dem Wolf gerettet, Jack und seine Mutter kamen durch Zauberbohnen zu einem besseren Leben, Aschenputtel heiratet ihren Prince Charming, Rapunzel ebenso, „und sie lebten glücklich bis an ihr Lebensende.“ Doch im zweiten Akt sieht man das, was alle Märchen zu vergessen scheinen. Was passiert danach, also nach dem „Happy End“? Ist die Ehe mit einem Prinz immer einfach? War es klug, den Wolf umzubringen? Was tut man mit dem toten Riesen im Garten, dessen Frau sich nun auch noch rächen will? Gemeinsam versucht das Dorf, Antworten und Lösungen zu finden, doch das ist nicht so einfach, wie gedacht…

Dem Vienna’s English Theatre Youth Ensemble ist eine wirklich entzückende Inszenierung von INTO THE WOODS (Musik und Text: Stephen Sondheim) gelungen. Das schlichte Bühnenbild besteht nur aus Holzlatten und einem Baugerüst, stellt somit einen stilisierten Wald dar und lässt viel Spielraum für eigene Interpretationen. Zuckersüß waren außerdem die gebastelten Tiere von Richard Panzenböck. Auch die Regisseurin Adrienne Ferguson hat die Herausforderung, die dieses komplexe Stück mit sich bringt, bravourös gemeistert. Astrid Nowak war für die gelungene Choreographie verantwortlich. Im Mittelpunkt standen natürlich Christopher Aguilar als Bäcker und Glenna Weber als seine Frau. Beide überzeugten sowohl gesanglich als auch schauspielerisch und waren ein bezauberndes Ehepaar. Hans Tilmann Rose stand sowohl als Erzähler als auch als Mysteriöser Mann auf der Bühne und verkörperte beide Rollen perfekt. Rapunzels Prinz (Clemens Ottocar Bauer) und Aschenputtels Prinz (Paul Csitkovics, der auch als Wolf gute Figur machte) waren sowohl ein Augen- als auch Ohrenschmaus und sorgten mit ihrer Boyband-Parodie vor allem beim weiblichen Publikum für Begeisterung. Pamina Lenn war eine hinreißende Cinderella während ihre schrecklichen Schwestern Caroline Docar und Victoria Demuth für viele Lacher sorgten. Als herrlich böse Hexe sei noch Ilvy Schultschik zu erwähnen, die vor allem komödiantisches Talent bewies.

Wer also wissen will, wie die Geschichte nach dem „Happy End“ weitergeht, sollte sich diese Produktion nicht entgehen lassen! Nur noch bis 04.05. steht im Vienna’s English Theatre Stephen Sondheims märchenhaftes Stück INTO THE WOODS am Programm.


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INTO THE WOODS in Wien, Szenenmotiv
INTO THE WOODS in Wien, Szenenmotiv
INTO THE WOODS in Wien, Szenenmotiv
INTO THE WOODS in Wien, Szenenmotiv
INTO THE WOODS in Wien, Szenenmotiv
INTO THE WOODS in Wien, Szenenmotiv

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