PremierenberichtDeutschland

Ein Musical über's Schreiben eines Musicals...

Datum: 30. April 2017 | Autor:

Am Sonntag, den 23. April 2017 feierte [Titel der Show] seine deutschsprachige Erstaufführung. Der Broadwayhit begeisterte das Berliner Premierenpublikum mit viel Witz und Humor.



Das Musical von Hunter Bell (Buch) und Jeff Bowden (Musik und Liedtexte) entstand im Rahmen eines Wettbewerbs, zu dem die beiden ein neues Musical schreiben sollten. Im Zuge der verzweifelten Suche nach einem Thema für das Stück, beschlossen die beiden schließlich die Umsetzung eines eher ungewöhnlichen Konzepts - all das, was ab sofort geschieht, soll Inhalt des Werkes werden. So entstand ein Musical über das Schreiben eines Musicals, welches viel Einblick in die chaotische Welt von Künstlern gibt. Da man sich auf keinen Titel einigen konnte wurde im Formular des Wettbewerbs lediglich [Titel der Show] ausgefüllt.

Mit den Freundinnen Susan und Heidi entstand der erste Akt des späteren Broadwayhits und gewann tatsächlich den Wettbewerb. Der zweite Akt folgte, da ein Produzent das Musical auf den Broadway bringen wollte und die Aufgabe stellte, das Musical weiter zu entwickeln, wobei sämtliche Geschehnisse erneut in die weitere Handlung mit einfließen sollten.

Das Musical bietet dem Genreinteressierten sicherlich viele interessante Einblicke in eine sehr verrückte, doch absolut reale Welt. Gleichzeitig ist für einige Pointen ein gewisses Hintergrundwissen unabdingbar. Die Protagonisten spielen sich gekonnt durch die Szenen, die ungewöhnlich textreich sind. Dennis Weißert als Hunter und Alexander Soehnle als Jeff übernehmen in [Titel der Show] gekonnt die Führung der Handlung und werden hierbei von der stimmgewaltigen Annika Henz sowie der deutlich comedyerprobten Franziska Kuropka gut unterstützt. Die ungewöhnliche Erzählform erfordert ganz besonders viel Konzentration und Vorbereitung, weshalb vor den Darstellern in jedem Fall der Hut zu ziehen ist. Am Klavier begleitet gekonnt Damian Omansen, der selbst ab und an die Stimme erheben darf.

Ob das Musical in Deutschland zum Hit werden kann, wagen wir zu bezweifeln. Dies liegt allerdings in keinem Fall an der Darstellung. Die fokussierte Inszenierung von Robin Kulisch, der auch für die größtenteils gute, deutsche Fassung Verantwortung trägt, begeisterte das Premierenpublikum in jedem Fall. Wir zweifeln allerdings daran, dass das Stück auch vor einem hauptsächlich genrefremden Publikum begeistern kann, da der Fokus des Musicals ganz klar in der Handlung liegt.

Am Dienstag,  den 2. Mai 2017, haben Sie noch die Möglichkeit das Stück im Admiralspalast (Studio) Berlin zu sehen. Besuchern empfehlen wir in jedem Fall sich auf eine etwas untypische Musicalproduktion einzustellen. Die gute Qualität der Inszenierung ist allerdings unbestritten. Speziell all jenen, die sich gerne auf Neues einlassen, empfehlen wir sich noch schnell Tickets zu sichern.


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[TITEL DER SHOW] in Berlin
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